Griechenland – die Chancen stehen schlecht

15. Mai 2010
Von Fussballwm

Griechenland hat momentan aufgrund der Finanzkrise ganz andere Probleme als Fußball – und doch wird natürlich sehnsüchtig auf die ersten Spiele gewartet.

Große Chancen darf sich die Auswahl des 11-Millionen-Landes jedoch nicht ausrechnen. Zwar wurde die Europameisterschaft 2004 in Portugal völlig überraschend gewonnen, jedoch schied man in der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz schon in der Gruppenphase aus. Zudem konnte sich Hellas für die letzten 3 Fußball Weltmeisterschaften gar nicht qualifizieren! Es ist überhaupt erst die zweite Weltmeisterschafts-Endrunde für die Griechen. 1994 in den USA kam man ebenfalls über die Vorrunde nicht hinaus.

Der Trainer Otto Rehhagel, der seit 2001 die Geschicke der Griechen lenkt, bleibt sich treu und setzt auf ältere, erfahrene Spieler. Der stark in die Kritik geratene Trainer wird es schwer haben gegen den Olympiasieger 1996 – Nigeria – und die immer starken Argentinier. Auch Südkorea als Vierter der WM 2002 wird kein leichter Gegner. Aber auch wenn die Leistungskurve in letzter Zeit eher nach unten schaut, so muss man konstatieren, dass “Rehakles” bei der EM 04 auch mit erfahrenen Spielern gespielt hat und den Titel geholt hat.

So ist Theofanis Gekas (ausgeliehen an Hertha BSC, wird zurückkehren nach Leverkusen) der beste Torschütze in der europäischen WM-Qualifikation. 10 Tore können ihm zugute gehalten werden. Er ist immerhin schon 30 Jahre alt. Der Torhüter Konstantinos Chalkias ist schon 36 Jahre alt. Auch die Abwehrrecken Christos Patsatzoglou und Sotirios Kyrgiakos sind bereits 31 und 30. Die beiden Mittelfeldspieler Georgios Karagounis (33) sowie Konstantinos Katsouranis (30) sind auch sehr erfahren.

Die Qualität des Kaders ist nicht unbedingt weltmeisterlich. Nur 9 der Männer des vorläufigen Kaders spielen im europäischen Ausland. Aus den 9 sticht nur Sotirios Kyrgiakos mit dem FC Liverpool heraus. Die meisten sind in der nicht gerade für Top-Fussball bekannten griechischen ersten Liga (Superleague) beheimatet. Bekannte Namen findet der Fussballinteressierte auch kaum. Superstars sind Fehlanzeige. Diese braucht Otto Rehhagel aber mit seinem defensiven und von Taktik geprägten System auch gar nicht.

Fazit: das Achtelfinale wäre bereits ein großer Erfolg für die Hellenen und nebenbei: der größte Erfolg bei einer FIFA Weltmeisterschaft, den sie bis jetzt je gehabt hätten. Angesichts der Konkurrenz ist nicht davon auszugehen, dass Griechenland Erfolg über diese Schwelle hinaus haben wird. Aber vielleicht ist der 71-jährige Meistermacher Rehhagel ja wieder für eine Überraschung gut? Bei der EM 2004 standen die Quoten auf Griechenland als EM-Sieger auch auf 1:100 und für die Fußball WM 2010 in Südafrika stehen die Quoten für Sportwetten sogar aktuell bei 1:250.

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2 Antworten zu “ Griechenland – die Chancen stehen schlecht ”

  1. Harald Jenk zu 18. Mai 2010 auf 11:11

    Mein Tip: Die Griechen kommen unverdient mit drei Untentschieden in die Achtelfinals.

  2. Chris zu 18. Mai 2010 auf 13:20

    Naja ich denke mal Griechenland hat größere Probleme als Fußball im Moment. Ist zwar schade aber anderes geht vor.

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