Südafrika – die Nationalmannschaft des Gastgeberlandes

29. April 2010
Von Fussballwm

Ganz Afrika schaut während der Fussball Weltmeisterschaft 2010 auf die südafrikanische Nationalmannschaft. Sie soll die Ehre des afrikanischen Fussballs verteidigen und ihn in der Welt vertreten. Nur ist die Mannschaft dafür wirklich geeignet?

Die Bafana Bafana, wie sie in der Heimat genannt werden (“die Jungs”) haben erstmals 1998 in Frankreich an einer Fussball WM teilgenommen und kamen dort – obwohl als Geheimtipp gehandelt – über die Vorrunde nicht hinaus. Auch 2002 in Südkorea und Japan war nach der Vorrunde Schluss. Für Deutschland (2006) konnte man sich gar nicht erst qualifizieren. Die Mannschaft und der Verband haben also noch keine positiven Erfahrungen aus WM-Teilnahmen ziehen können. Und doch konnte Südafrika bei anderen Wettbewerben desöfteren auftrumpfen. Zwar wurde die zweijährlich stattfindende Afrikameisterschaft 1996 gewonnen, über die Vorrunde ist man aber seit 2004 nicht hinausgekommen. Die Qualifikation für die Afrikameisterschaft 2010 wurde nicht geschafft und Ägypten holte zum dritten Mal in Folge den Pokal. Bei der Südafrikameisterschaft (COSAFA-CUP) mit insgesamt 14 Teilnehmerstaaten konnte man aber 2007 und 2008 den Titel holen und zog 2009 ins Halbfinale ein. Auch beim ebenfalls von Südafrika ausgetragenen Konförderationen-Cup 2009 konnte ein vierter Platz errungen werden.

Man muss dennoch sagen, dass die Jungs um den brasilianischen Trainer Carlos Alberto Parreira keine außergewöhnlich hervorstechende Mannschaft im afrikanischen Fussball sind. Was aber die Ausrichterrolle mit den Fans im eigenen Land bewirken kann, haben wir alle an der deutschen Mannschaft 2006 gesehen.
Gute Fussballer kann Südafrika vorweisen. Sie spielen in den besten Ligen der Welt, z.B. England, Niederlande und Deutschland. Bekannte Namen sind Benny McCarthy von den Blackburn Rovers sowie Steven Pienaar vom FC Everton. Ein Kandidat für das Tor ist Fernandez von Arminia Bielefeld. Auch Mittelfeldspieler Bradley Carnell vom deutschen Zweitligisten Hansa Rostock hat noch eine Chance, in den Kader zu rutschen.

Insgesamt kann man davon ausgehen, dass das Ziel für die südafrikanische Nationalmannschaft das Achtelfinale sein sollte. Wenn sie darüber hinausschiessen, kann es spannend werden. Die Mannschaft ist aufgrund ihrer Leistungsschwankungen derzeit nicht einfach einzuschätzen. Besonders die Gastgeberrolle macht es spannend. Was aber feststeht, ist, dass die Positionierung dieser Mannschaft stark mit dem Gesamt-Erfolg der Fussball Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika zusammenhängen wird.

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